Die schönsten Alpenpässe mit dem Auto in Österreich

Die schönsten Alpenpässe mit dem Auto - Reschensee mit Kirchturm am Reschenpass in Tirol.

Sind Sie in Österreich unterwegs, können Sie das Land auf unterschiedlichen Wegen erkunden. Hierzu gehören die vielen Alpenpässe und Alpenstraßen, die quer durch die Berge führen. Dabei ist die Auswahl an geeigneten Strecken groß. Entdecken Sie die schönsten Alpenpässe mit dem Auto, mit dem Motorrad oder dem Fahrrad. Ob Tirol, Salzburg, Kärnten, die Steiermark oder Niederösterreich, überall bietet sich Ihnen Gelegenheit zu einem malerischen Ausflug. Zudem können Sie Natur, Kultur und Geschichte von Österreich hautnah erleben. Viele der Pässe und Straßen verlaufen durch unberührte Alpenregionen, zwischen Kieferwäldern, Almwiesen und Berggipfeln.

Entlang der Straßen gehören Dreitausender Berge, Gletscher und spektakuläre Felsabbrüche zu den Highlights. Wollen Sie die schönsten Alpenpässe mit dem Auto erkunden, ist das vor allem in den Sommermonaten möglich. Jedoch können einige Strecken auch ganzjährig befahren werden. Zudem sind die meisten Straßen bis auf wenige Ausnahmen mautpflichtig. Welche Pässe gibt es in Österreich? Zu den bekanntesten gehören unter anderem die Großglockner Hochalpenstraße, der Reschenpass und die Villacher Alpenstraße. Haben Sie eine Ferienwohnung in Österreich gebucht, liegt das nächste Abenteuer nur wenige Autokilometer entfernt.

Großglockner Hochalpenstraße in Salzburg – Ausfahrt mit Aussicht

Fahrradfahrer auf der Großglockner Hochalpenstraße in Salzburg.

Eine der bekanntesten Straßen im Salzburger Land ist die Großglockner Hochalpenstraße. Verbringen Sie Ihren Urlaub in Salzburg, sorgt ein Ausflug auf der Straße für eindrucksvolle Erlebnisse. Die 48 Kilometer lange Route verbindet Salzburg mit Kärnten und gehört zu den mautpflichtigen Straßen. Dabei überqueren Sie auf der höchstgelegenen befestigten Passstraße von Österreich den Alpenhauptkamm. Zudem verläuft der kurvenreiche Pass durch zahlreiche Tunnel wie etwa dem 117 Meter langen Mittertörl. Ausgangspunkt Ihrer Reise auf der Großglockner Hochalpenstraße ist Bruck im Salzachtal. Im weiteren Verlauf steigt sie in vielen Serpentinen zwischen dem Fuschertal und dem Raurisertal an. Danach überqueren Sie die salburgisch-kärntnerische Grenze am Hochtor via Tunnel. Die dahinterliegende Gletscherstraße führt Sie ins Mölltal und auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Falls Sie mehr über die Alpenregion und die Straße erfahren wollen, finden Sie dort das Besucherzentrum mit Museum. Hinter der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe bringt Sie die Glocknerstraße bis ans andere Ende der Strecke in Heiligenblut. Dabei überwinden Sie eine Passhöhe von über 2.500 Metern und eine Steigung von maximal 12 %. Neben beeindruckenden Werten hat die Großglockner Hochalpenstraße immer wieder herrliche Aussichten zu bieten. Unterwegs haben Sie Gelegenheit, einen Blick in das Käfertal zu wagen. Oder Sie nutzen die verschiedenen Berggipfel der Glocknergruppe wie die Edelweißspitze und den Fuscherkarkopf als Fotomotiv.

Die schönsten Alpenpässe mit dem Auto – Abstecher auf die Edelweißstraße

Ein Teil der Großglockner Hochalpenstraße ist die Edelweißstraße. Die als Stichstraße angelegte Straße führt auf die Edelweißspitze und gehört zu den beliebten Ausflugsstraßen bei Fahrrad- und Motorradfahrern. Durch ihre sechs Kehren und einer maximalen Steigung von 14 % können Sie ganz schön ins Schwitzen kommen. Aber der Ausblick von der über 2.500 Meter hohen Edelweißspitze entschädigt für die Anstrengungen. Oben angekommen finden Sie einen Berggasthof und einen kleinen Aussichtsturm, der einen Rundblick auf 37 Dreitausender Berge und mehrere Gletscher ermöglicht. Nach Ihrer verdienten Pause geht es wieder hinab, wobei Sie sich darüber freuen können, 177 Höhenmeter überwunden zu haben. Sie können die Straße auch mit dem Auto nutzen, da oben ein Parkplatz zur Verfügung steht. Jedoch ist die Strecke für Wohnanhänger und Busse gesperrt.

Pässe und Alpenstraßen in Tirol – Ausflüge in unberührter Natur

Die schönsten Alpenpässe mit dem Auto- Serpentinen der Silvretta Hochalpenstraße in Tirol.

Auch Urlauber, die in Tirol unterwegs sind, haben die Gelegenheit, außergewöhnliche Bergstraßen und Alpenpässe zu entdecken. Eine der bekanntesten ist die Silvretta Hochalpenstraße. Sie verbindet Montafon in Vorarlberg mit dem Tiroler Paznautal. Dabei können Sie auf der über 22 Kilometer langen Strecke zahlreiche Naturschauspiele bewundern. Allerdings ist die mautpflichtige Straße nur von Mai bis Oktober geöffnet. Sind Sie auf der Silvretta Hochalpenstraße von Westen nach Osten unterwegs, erwarten Sie insgesamt 32 Kehren auf 15 Kilometern. Zu den Attraktionen auf der Route zählen der Silvretta-Stausee und der Vermuntsee. Beides sind auch beliebte Ziele bei Wanderern. Nachdem Sie eine Steigung von 10 bis 12 % überwinden, erreichen Sie den höchsten Punkt auf 2.037 Metern. Eine Einkehrmöglichkeit finden Sie an der Bielerhöhe. Dank der vielen Kurven ist die Straße auch bei Oldtimer-Liebhabern und Fahrradfahrern sehr beliebt. Jedoch müssen Sie im Sommer durch Weidebetrieb mit Tieren auf der Fahrbahn rechnen.

Sind Sie in Tirol um die schönsten Alpenpässe mit dem Auto zu erkunden, gehört die Kaunertaler Gletscherstraße auf Ihre Liste. Sie startet am Talboden des Kaunertals und endet beim Kaunertaler Gletscher in 2.750 Metern Höhe. Dabei gelangen Sie auf den zweithöchsten Gletscher der Alpenrepublik über 29 Haarnadelkurven, wobei Sie 1.900 Höhenmeter überwinden. Auf insgesamt 26 Kilometern passieren Sie eine eindrucksvolle Welt aus Geröll, Felsen, Eis und Schnee. Wollen Sie auch den Gipfel stürmen, können Sie diesen mit der Karlesjochbahn auf 3.108 Metern Höhe erreichen. Neben dem Gletscher bietet die ganzjährig befahrbare, mautpflichtige Straße viele weitere Naturhighlights. Zum Beispiel mehrere Seen wie etwa den Gepatsch Stausee oder den Weißsee. Darüber hinaus beheimatet der Gletscherpark den seltenen Alpensteinbock. Durch die Landschaft führen Wanderwege, die Sie an die Seen oder auf den Gletscher führen. Und während der Wintersaison können Sie im Skigebiet Kaunertal Gletscher die Pisten abfahren.

Auf dem Reschenpass nach Südtirol

Neben der Kauertaler Gletscherstraße und der Silvretta Hochalpenstraße gehört der Reschenpass zu den wichtigsten Alpenstraßen in Tirol. Der Pass verläuft im Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und der Schweiz und ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung über die Alpen. Außerdem verbindet er Oberinntal in Tirol und Vinschgau im italienischen Südtirol. Dabei müssen Sie auf den 39 Kilometern den Alpenhauptkamm überqueren. Die Strecke verläuft nördlich des Dorfes Reschen an einer der bekanntesten Attraktionen vorbei: dem Reschensee. Der Stausee erlangte Berühmtheit durch den Kirchturm, der aus dem See herausragt. Entstanden ist das bizarre Wahrzeichen, weil 1950 Alt-Reschen und Alt-Graun überschwemmt wurden. Heute ist er ein populäres Fotomotiv. Planen Sie eine Tour nach Südtirol, lohnt sich der Reschenpass gleich doppelt. Einerseits erleben Sie während der Fahrt eine einzigartige Natur, andererseits müssen Sie für die Nutzung der Straße keine Maut entrichten.



Die schönsten Alpenpässe mit dem Auto in Kärnten erkunden

Panorama des Dobratsch an der Villacher Alpenstraße.

Im Bundesland Kärnten finden Sie zwei besonders sehenswerte Alpenstraßen. Eine davon ist die Villacher Alpenstraße. Startpunkt der Straße ist in Villach, ihr Ende unterhalb des Berges Dobratsch. Obwohl die mautpflichte Bergstraße in Kärnten nur knapp über 16,5 Kilometer lang ist, bietet sie zahlreiche Aussichtsplätze. Dazu kommen weitere Attraktionen, die die Einzigartigkeit der Alpenlandschaft hervorheben. Hierzu gehört unter anderem ein großer Alpengarten am Dobratsch. Er bietet über 800 Alpenpflanzen eine Heimat, darunter Edelweiß, Gelber Frauenschuh und Krainer Lilie. Neben dem Garten gibt es eine Aussichtsplattform, die Ihnen einen Blick auf den beeindruckenden Felsabsturz der Roten Wand ermöglicht. Unterwegs auf der Villacher Alpenstraße haben Sie mehrere Gelegenheiten Pausen einzulegen. Zum Beispiel auf mehreren Parkplätzen an besonderen Aussichtspunkten entlang der Strecke. Darüber hinaus ist die Strecke auch für Motorradfahrer und Fahrradfahrer attraktiv. Außerdem finden Wanderer neben der Villacher Alpenstraße Wanderwege, die bis zum Gipfel des Dobratsch führen.

Die Villacher Alpenstraße ist nicht die einzige Passstraße in Kärnten, die eine Reise wert ist. Besonders waldreich und landschaftlich Attraktiv ist die Nockalmstraße. Auf der 34 Kilometer langen mautpflichtigen Straße können Sie von Mai bis Oktober zwischen Innerkrems und Reichenau fahren. Dabei bietet die Alpenstraße ein mit 52 Kehren besonders kurvenreiches Erlebnis. Vorbei an grünen und bunten Almwiesen, einzigartigen Lärchen-, Zirben- und Kiefernwäldern, verläuft die Strecke neben den Nockbergen. Als Teil des Biosphärenpark Salzburg Lungau und Kärntner Nockberge bietet die Region um die Straße zahlreiche Wanderziele. Außerdem gibt es im Park-Zentrum eine lohnenswerte Ausstellung. Die Nockalmstraße ist auch für längere Fahrten geeignet, denn Unterwegs können Sie in verschiedenen Gasthöfen einkehren. Zudem ist die Straße für Thermalbäder bekannt, wie etwa die Therme in Bad Kleinkirchheim. Haben Sie die 2.000 Meter Passhöhe überwunden, können Sie auf der Nockalmstraße von Kärnten sogar bis nach Italien fahren.

Alpenstraßen in der Steiermark

Zu einer der beliebtesten Verbindungen in der Steiermark gehört der Sölkpass. Die 56 Kilometer lange Panoramastraße verbindet das Murtal mit dem Ennstal. Dabei überwinden Sie auf der mautfreien Gebirgsstraße eine Höhe von 1.788 Metern und eine Steigung von 15 %. Die Zufahrt zum Pass erfolgt über den Naturpark Sölden, der während der Sommermonate von einer blühenden Almlandschaft geprägt ist. Zahlreiche bewirtschaftete Almen verwandeln die Route in einen malerischen Landstrich. Planen Sie während Ihres Urlaubs in Österreich die schönsten Alpenpässe mit dem Auto zu erkunden, können Sie den Sölkpass nur im Sommer nutzen. Weil der Pasa in den Wintermonaten nicht geräumt wird, ist er nach dem ersten Schneefall gesperrt. Erst nach dem Abtauen – üblicherweise Mitte Mai – ist der Sölkpass wieder geöffnet.

Auf der Straße der Kaiser und Könige durch den Nordosten Österreichs

Straße zwischen Weinbergen im Donautal von Niederösterreich.

Ein besonderes Reisehighlight in Österreich ist die Straße der Kaiser und Könige entlang der Donau. Dabei führt die über 950 Kilometer lange Straße nicht nur durch Österreich, sondern auch durch Deutschland und Ungarn. Auch auf der langen Route können Sie die schönsten Alpenpässe mit dem Auto in Österreich erkunden. In Deutschland startet die Straße in Regensburg, kreuzt Passau und führt weiter über Linz nach Wien. Entlang der Strecke erwarten Sie mittelalterliche Städte, antike Grabungsstätten, Klöster, Burgen und Schlösser. Der österreichische Teil der Strecke führt sowohl durch Oberösterreich und durch Niederösterreich. Auf Ihrer Fahrt begegnen Ihnen schöne Städte wie Linz, Enns, Grein, Dürnstein und Melk.

Zudem können Sie unterwegs auf den Spuren großer Persönlichkeiten wandeln. Ob Friedrich Barbarossa, die Habsburger oder Marc Aurel, das kulturelle Erbe der Donau-Region ist groß. Fahren Sie zwischen Weinbergen in den Weinregionen Österreichs auf langen Serpentinen und vergessen Sie die Sorgen des Alltags. Weil Sie zudem auf den ausgewählten Straßen keine Mautgebühren zahlen müssen, gelingt die Fahrt stress- und kostenfrei. Entdecken Sie die schönsten Alpenpässe mit dem Auto und erkunden Sie einige der schönsten Sehenswürdigkeiten wie Burgen, mittelalterliche Ruinen und den Nationalpark Donau-Auen. Ob eine Ferienunterkunft in Niederösterreich oder ein Ferienhaus in Oberösterreich, die Straße der Kaiser und Könige ist einen Abstecher wert.